Betrunkene in Münchner Bars mit Kreditkarte betrogen

16 Januar 2012

Mit einem besonders dreisten Trick sind die Besitzer von Kreditkarten im Bahnhofsviertel der bayrischen Landeshauptstadt München abgezockt worden. Dabei war jede Menge Alkohol im Spiel. Der Polizei ist es nun gelungen, die mutmaßlichen Täter auszuforschen. Die Ermittlungen laufen in Richtung bandenmäßiger Betrug. Es geht um eine Schadenssumme von nicht weniger als 300.000 Euro.

Bar-Besucher wurden betrunken gemacht

Kreditkartenbetrug in BarsZwei schummrige Bars in der Nähe des Hauptbahnhofs in München waren offenbar die Tatorte des groß angelegten Kreditkartenbetrugs. Bei der mutmaßlichen Betrüger-Bande handelt es sich nicht nur um die Betreiber dieser Bars, sondern auch um einige Mitarbeiter. Die Bande hat bei dem Betrug immer den gleichen Trick verwendet. Auf der Straße wurden Opfer ausgesucht, angesprochen und ins Lokal gelockt. In der Bar wurde so lange kräftig Alkohol ausgeschenkt, bis die frisch angeworbenen Gäste einen starken Rausch hatten. Wenn die mittlerweile betrunkenen Gäste das Lokal verlassen wollten, haben die Kellner des Lokals sie überredet nicht bar zu zahlen, sondern per Kreditkarte. Dabei wurde offensichtlich der Vollrausch der Opfer dreist ausgenutzt. Stark überhöhte Rechnungen wurden ausgestellt und von den Kreditkarten der Opfer wurden dann sehr hohe Summen abgebucht. Viel mehr Geld, als die Rechnung eigentlich ausgemacht hätte. Die Betrüger-Bande hat offenbar darauf gehofft, dass sich die Gäste aufgrund des Vollrauschs nicht mehr erinnern können, wie viele Drinks sie in der Bar tatsächlich konsumiert hatten.

Die Justiz ermittelt gegen die mutmaßlichen

Einige Opfer hatten allerdings doch ein stärkeres Erinnerungsvermögen an die durchzechte Nacht, als sich die Betrüger gewünscht hatten. Betrogene Bar-Besucher haben sich an die Polizei gewandt. Den Ermittlern ist es gelungen, die Bande auszuforschen. Der Trick ist aufgeflogen. Ein Sprecher der Münchner Polizei beziffert die Schadenssumme mit mindestens 300.000 Euro. Jetzt ist die Justiz am Zug. Die Staatsanwaltschaft ermittelt. Der Verdacht des bandenmäßigen Betrugs steht im Raum.