Gebühren der Kreditkarte absetzbar?

03 Februar 2012

Wer geschäftlich viel zu tun hat, der ist auch viel auf seine Kreditkarte angewiesen, denn ohne elektronische Zahlung läuft im Geschäftsleben fast gar nichts mehr. Umso erfreuter werden alle Geschäftstätigen, auch Selbstständige sein, dass auch die Kosten für das Girokonto von der Steuer abgesetzt werden können. Schon seit längerem hatten sich diesbezüglich Gerüchte aufgetan. Fest steht jetzt: Die Gerüchte sind war.

Kontoführungsgebühr als Werbekosten absetzen

Sind Kreditkartengebühren absetzbar?Die Kontoführungsgebühren eines Girokontos können als Werbekosten abgesetzt werden. Dies ist sogar möglich, wenn es sich dabei um ein kostenloses Girokonto handelt. Die meisten Finanzämter akzeptieren eine Summe von 16€ pro Jahr. Diese Summe wird als die „Nichtbeanstandungsgrenze“ bezeichnet. D.h. bis zu dieser Summe erheben Finanzämter in der Regel keinen Einspruch. Wer entsprechende Belege vorweisen kann, dass die Kontoführungsgebühren die 16€ pro Jahr weit übersteigen, der kann aber auch auf einen höheren Betrag hoffen. Das mag nicht viel sein, ist aber eine Summe, die man ohne große Anstrengungen dank des Steuererklärungsbescheides erstattet bekommt.

Geschäftskosten von der Steuer absetzen

Eine weitere Möglichkeit, wie man mit der Kreditkarte Summen von der Steuer absetzen kann, sind geschäftliche Ausgaben. Diese werden aber nur berücksichtigt, wenn die Kreditkarte, mit der die Zahlungen getätigt wurden, eine private Kreditkarte ist und nicht auf den Namen der Firma oder de eigenen Geschäftes zugelassen ist. Sollte die Kreditkarte privat sein, können die Geschäftskosten anteilig an der Jahresgebühr abgesetzt werden, Hierfür sind aber immer entsprechende Belege aufzuführen.

Als Beispiel: Wer eine geschäftliche Reise ins Ausland antreten muss, kann die Kosten für den Flug und die Unterbringung einbringen. Nicht angerechnet werden dagegen die Kosten für einen Besuch in einem Freizeitpark, den man sich während der Geschäftsreise gegönnt hat. Hier müssen Verbraucher sehr genau aufschlüsseln, was Geschäftskosten sind und was nicht. Anschließend wird der Anteil an Geschäftskosten prozentual von der Jahresgebühr abgezogen. Sollte sich herausstellen, dass 25% der Nutzung der privaten Kreditkarte geschäftlich sind, werden 25% der Jahresgebühr von der Steuer abgesetzt. Sie gelten dann ebenfalls als Werbekosten. Zur Absetzung der Kontogebühren kann in der Steuererklärung in Zeile 47 der Anhang N benutzt werden.