Kreditkartenbetrüger probieren es per gerne E-Mail

29 März 2012

In den letzten fünf Jahren ist es deutlich zu einem Anstieg der Kriminalität im Netz gekommen. Dabei bestehen die unterschiedlichsten Arten von Kriminalität. Der Kreditkartenbetrug tendiert nach wie vor ganz oben auf den Plätzen. Besonders bei dieser Betrugsart kam es in den letzten 12 Monaten zu einem rasanten Anstieg. Zu erklären ist dieses unter anderem auch damit, das durch die Nutzung der Prepaid-Kreditkarten immer mehr Bürger Zugriff auf dieses Zahlungsmittel erhalten haben. Diese Betrugsart, bei der Kriminelle versuchen an Ihre Kreditkarteninformationen zu gelangen, wird mittels sogenannten Phishing-E-Mails durchgeführt. Grundsätzlich sei zu erwähnen, dass weder ein Kreditinstitut noch ein Anbieter von Kreditkarten Sie auffordern würde, persönliche Daten (PIN, CSV-Nummer, etc.) zu benennen.

Wahllose versandt

Die betrügerischen E-Mails werden von den Tätern wahllos versandt. Adressen können dabei bei vielen Verlagshäusern (Adressverlage) im In- und Ausland freigekauft oder gemietet werden. Oder es werden spezielle Listen von Tätern zu Tätern ausgetauscht (durch eine Börsenplattform). Die Möglichkeit, um an Adressen zu gelangen, sind vielfältig.

Wie funktioniert das Phishing?

Vorsicht vor KreditkartenbetrügernPhishing (fischen) bedeutet praktisch, das ein Fremder versucht an Ihre geheimen Daten (z.B. Pin) zu kommen. Dabei gibt sich der Kriminelle gerne als ein vertrauenswürdiges Unternehmen aus. Er kann als Kreditkartenorganisation, als Bank oder auch als Auktionshaus (ebay) auftreten. Oft wird dabei behauptet, das Ihr Kreditkartenkonto temporär gesperrt worden sein. Damit diese Sperre unverzüglich aufgehoben werden können, müssen persönliche Daten benannt werden. In vielen Fällen wird dazu ein Link auf eine gefälschte Webseite bereitgestellt. Die Seite ist dabei zum Beispiel identisch mit Ihrer Hausbank. Haben Sie die nun geforderten Daten eingegeben, erlangt der Betrüger bereits ungehinderten Zugriff auf Ihre Kreditkarte.

Wie sollten Sie reagieren?

Wie bereits gesagt, wird Sie Ihre Bank niemals auffordern persönliche Daten erneut anzugeben. Kein Mitarbeiter einer Bank oder eines Kreditkartenanbieters wird Sie jemals um Ihre Pin bitten. Sollten Sie eine E-Mail erhalten, in dem Sie aufgefordert werden, persönliche Daten nach einem Weiterleitungslink einzugeben, löschen Sie diese sofort. Füllen Sie gleichfalls niemals Formulare aus, in denen nach Ihren sensiblen Kreditkarteninformationen gefragt wird. Haben Sie Zweifel an der Richtigkeit einer E-Mail Abfrage, können Sie auch direkt bei Ihrer Hausbank oder bei Ihrem Kreditkartenausgeber anrufen. Nutzen Sie dazu nur die Rufnummern, die Ihnen bei der Eröffnung mitgeteilt wurden. Niemals Rufnummern, die möglicherweise in einer E-Mail enthalten sind.

Auch das Bundesministerium für Finanzen warnt immer wieder vor solchen Betrugsversuchen. Im letzten Jahr haben sich findige Täter gar als Mitarbeiter des Bundesministeriums für Finanzen ausgegeben. In den E-Mails behaupteten sie, der Empfänger habe zu viel an Einkommenssteuer bezahlt. Für die Rückzahlung müsse nur das in der E-Mail angehängte Antragsformular vollständig ausgefüllt werden. Dazu werden die Kreditkartennummer und das Passwort notwendig zur Eingabe. Das Ministerium erklärt, dass Änderungsbescheide oder Anfragen grundsätzlich nicht per E-Mail versandt werden würden. In Zukunft ist mit einer deutlichen Zunahme von Phishing-E-Mails zu rechnen.